{"id":401,"date":"2013-02-24T10:04:04","date_gmt":"2013-02-24T10:04:04","guid":{"rendered":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/?p=401"},"modified":"2020-11-24T17:58:37","modified_gmt":"2020-11-24T17:58:37","slug":"weg-ins-paradies","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/weg-ins-paradies\/401\/","title":{"rendered":"Weg ins Paradies?"},"content":{"rendered":"<p>12.02.2013 von Delhi nach Gokarna &#8211; Karnataka<\/p>\n<p><b>[egslider]<\/b><br \/>\nNach 2 relativ stressigen Tagen sollte nun der Spa\u00df beginnen.<\/p>\n<p>07:30 Uhr &#8211; raus aus den Federn ,oder besser gesagt, raus aus dem Innenschlafsack, rein in die Klamotten und etwas zum Fr\u00fchst\u00fccken gesucht. Um Zeit zu sparen, nahmen wir die erste M\u00f6glichkeit, das Everest Cafe, gleich 50m von unserem Hotel entfernt&#8230; wow die hatten sogar eine richtige Espressomaschine&#8230;nur war zu dieser Uhrzeit keiner da, der diese Maschine auch bedienen konnte. Einen Koch gab es ebenso wenig und so wurden wir in die benachbarte und wohl auch verschw\u00e4gerte Everest-B\u00e4ckerei (hier wird nichts gebacken) geschickt.<br \/>\nHier war es klein und sch\u00e4big und wir h\u00e4tten wohl die Zeichen richtig deuten sollen, welche zu uns sprachen, besser heute mal kein Fr\u00fchst\u00fcck zu nehmen. Wir aber bestellten Tee, Kaffee und \u201eBrown Roll\u201d ein stopfendes Gebilde, dass wohl an ein Brot erinnern soll, und ich voller \u00dcbermut ein Yak-Cheese Sandwich.<br \/>\nMein letztes Yak-Cheese Sandwich in Agonda, Goa war so hervorragend und ich hatte es immer noch im Kopf. Mein bestelltes Sandwich jedenfalls sollte ich mir in ein paar Stunden wohl auch noch mal durch den Kopf gehen lassen.. aber dazu sp\u00e4ter mehr.<br \/>\nDas Ding kam, sah ok aus, ich biss hinein&#8230;und trotz Gurke und sonstigem Salat war das mal ne extrem trockene Sache und jeder Bissen klebte f\u00f6rmlich am Gaumen. Claudi hatte \u00e4hnliche Probleme und wir gaben nach ein paar Bissen auf.<\/p>\n<p>Um 09:00 Uhr kam unser Taxi \u00a0und die Fahrt zum Flughafen\u00a0ging z\u00fcgig voran. Wir tankten und da verstanden wir auch, warum die Taxifahrten im Gegensatz zu letzem Jahr fast um 30 % gestiegen sind: 1 kg Gas kostet 50 Rupien, etwa 75 Cent, was in etwa dem Preis in Deutschland entspricht. Diesel liegt in etwa auch bei 50 Rupien, aber in Indien (Delhi) sind alle \u00f6ffentlichen Transportmittel seit Jahren auf Gas umger\u00fcstet worden, der Umwelt zu liebe.<\/p>\n<p>Am Flughafen ging alles nach Plan, aber ich durfte am eigenen Leibe erfahren, warum der Indira Gandhi Airport zum zweitbesten Flughafen der Welt gek\u00fcrt wurde: Mein Yak-Cheese Sandwich meldete sch n\u00e4mlich mich voller Wucht zur\u00fcck. Ich st\u00fcrzte zur Toilette und zur T\u00fcr, die gerade frei wurde aber ich durfte da noch nicht herein. Erst schl\u00fcpfte ein Angestellter, bewaffnet mit Desinfektionsmitteln, in das Klo und fing an zu putzen. Und das machte er nach wirklich jedem Toiletten-gang. jedenfalls verlie\u00df mich mein Fr\u00fchst\u00fcck kurz, fl\u00fcssig und heftig.<br \/>\nDas konnte ja heiter werden, denn neben den 2,5 Stunden Flug kam noch eine 4 st\u00fcndige Taxifahrt auf uns zu. Claudia ging es zwar besser, aber sie war auch nicht ganz ok. Das sauberste Klo von Delhi testete ich \u00fcbrigens gleich noch mal. Zu erw\u00e4hnen w\u00e4re noch, dass ein weiterer Angestellter beim H\u00e4ndewaschen assistiert und den Seifenspender bedient und Papierhandt\u00fccher reicht.<\/p>\n<p>Der Flug nach Goa verlief ohne Zwischenf\u00e4lle. Die Landung der Indigo Maschine war samtweich und 20min nach Bodenber\u00fchrung hatten wir unsere Rucks\u00e4cke.<br \/>\nIch checkte auch hier erst mal das Klo. Ja, das war Indien, nur eine Sch\u00fcssel und dazu verdreckt, aber es gab auch einen Angestellten der Seife und Handt\u00fccher reichte, aber daf\u00fcr auch Bares sehen wollte. Er wedelte mit ein paar Geldnoten (auch ein Dollarschein war darunter) unter meiner Nase rum, ich sagte brav \u201eThank you\u201d und lie\u00df ihn wedelnd stehen.<br \/>\nAn der Klot\u00fcr steht sogar ein Schild, das man den Angestellten kein Trinkgeld geben soll. Wie witzig.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen erwartete uns das Chaos an Taxifahrern und Chauffeuren, alle mit Namensschildern bewaffnet, in einer Reihe von ca. 100m L\u00e4nge vor dem Ausgang. Wir schritten diese Parade langsam wie bei einem Staatsbesuch ab, konnten aber beim besten Willen keinen Namen entdecken, der auch nur entfernt einem der Unseren entsprochen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wir waren 180km von unserem Ziel weg, dazu noch in einem anderen Bundesstaat. Zu guter Letzt machte sich mein Magen wieder bemerkbar und ich stiefelte z\u00fcgig zur Ankunftshalle.. nur kommt man da zwar raus, aber nicht wieder hinein. Mit etwas \u00dcberredungskunst klappte es doch und diesmal gab es auch kein Handtuch f\u00fcr mich auf der Toilette. Er erkannte mich also wieder.<\/p>\n<p>Nach 10min Warten und Parade abnehmen (mittlerweile konnten wir s\u00e4mtliche Namen auf den Schildern der Chauffeure), rief ich mit Hilfe einer netten Dame einer Telefongesellschaft bei unserem Guesthouse an, erreichte aber erst bei der 4. Nummer Anands Frau und sie sagte mir, sie w\u00fcrden erst Morgen mit uns rechnen.. also kein Fahrer wartet heute auf uns am Goa Flughafen.<\/p>\n<p>Ich fragte am Taxischalter, was eine Fahrt nach Gokarna , Karnataka denn kostet und da wurde 3600 Rupien aufgerufen. Unser Fahrer h\u00e4tte 2500 Rupien gekostet.<br \/>\nClaudia hat inzwischen mit einem Taxifahrer verhandelt und sich auf 3000 Rupien geeinigt. Ich verlie\u00df kommentarlos den Taxischalter und wir begaben uns zum Taxi. Stolz wie der Fahrer nun war, kaute er jedem Kollegen seine an Land gezogene Fahrt nach Karnataka f\u00fcr 3000 Rupien auf\u2018s Ohr. Die reagierten allerdings nicht mit Freudenspr\u00fcngen, sondern es gab ein regelrechtes Handgemenge, wir kamen aber unbeschadet aus der Sache raus. Er erz\u00e4hlte uns noch, dass die Kollegen sauer waren, warum er denn f\u00fcr nur 3000 Rupien so eine weite Strecke f\u00e4hrt. Er erwiderte, dass ist doch seine Sache, wohin er f\u00fcr wieviel auch immer seine Kundschaft f\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Die Fahrt entlang der K\u00fcste zeigt die Vorteile des Hinduismus. Hindus glauben an Wiedergeburt und so scheint es nicht weiter tragisch, wenn man in einem Frontalcrash sich gleich ins n\u00e4chste Leben katapultiert. F\u00fcr Fahrg\u00e4ste, die nur ein Leben haben und danach wieder zu Staub zerfallen, sieht das anders aus. Der kleine Suzuki Minibus fuhr jede Kurve am Limit, \u00fcberholt wurde immer, nat\u00fcrlich mit lautem Gehupe.<br \/>\nWir schafften die 180km in 2 Stunden, 45 Minuten, wohl ein neuer Rekord auf der Strecke.<br \/>\nWenn man bedenkt, dass der Mann uns f\u00fcr ca 43 Euro 180km gefahren hat und diese Strecke auch wieder zur\u00fcck musste (mittlerweile war es dunkel), geht der Preis mehr als in Ordnung, damit kommt man in Frankfurt nicht sehr weit.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schock war auch nicht weit. Am Hariprya Guesthouse war niemand. H\u00e4tten wir f\u00fcr diese Nacht kein Dach \u00fcber dem Kopf?<br \/>\nGott sei Dank war die T\u00fcre nicht abgeschlossen und ein Zimmerschl\u00fcssel lag auf der Kommode. Zuf\u00e4lligerweise genau das Zimmer, was wir reserviert hatten. Claudi ging schnell nach oben, um zu schauen, ob es nicht noch belegt war ,aber wir hatten Gl\u00fcck und es war frei, Nur geputzt war es noch nicht. Mein Mage n war noch nicht mit mir im Reinen und ich brauchte langsam, aber sicher wieder ein Klo, also nichts wie rein in die gute Stube.<br \/>\n10 min sp\u00e4ter kam Anand, klopfe an die T\u00fcre und war sichtlich geschockt, das er den Ankunftstag verwechselte. Besorgt wollte er mir schon einen Arzt holen, was ich verneinte, aber er lie\u00df es sich nicht nehmen, uns noch Bananen und mir Tabletten und einen Elektrolyt-Drink zu holen. Wenn immer wir was br\u00e4uchten, sollten wir in fragen.<\/p>\n<p>Wir machten noch schnell die Betten und vielen ersch\u00f6pft in den verdienten Schlaf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"attachment_402\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/weg-ins-paradies\/401\/_dsf1148_comp_800\/#image-attachment-anchor\" rel=\"attachment wp-att-402\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-402\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-402\" alt=\"Der &quot;Holy-Tank&quot; von Gokarna\" src=\"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1148_comp_800-300x84.jpg\" width=\"300\" height=\"84\" srcset=\"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1148_comp_800-300x84.jpg 300w, http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1148_comp_800-500x140.jpg 500w, http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1148_comp_800.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-402\" class=\"wp-caption-text\">Der &#8222;Holy-Tank&#8220; von Gokarna<\/p><\/div>\n<div id=\"attachment_403\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/weg-ins-paradies\/401\/_dsf1107_comp_800\/#image-attachment-anchor\" rel=\"attachment wp-att-403\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-403\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-403\" alt=\"Der Main-Beach von Gokarna\" src=\"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1107_comp_800-300x84.jpg\" width=\"300\" height=\"84\" srcset=\"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1107_comp_800-300x84.jpg 300w, http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1107_comp_800-500x140.jpg 500w, http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/DSF1107_comp_800.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-403\" class=\"wp-caption-text\">Der Main-Beach von Gokarna<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<pre><\/pre>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12.02.2013 von Delhi nach Gokarna &#8211; Karnataka [egslider] Nach 2 relativ stressigen Tagen sollte nun der Spa\u00df beginnen. 07:30 Uhr &#8211; raus aus den Federn ,oder besser gesagt, raus aus dem Innenschlafsack, rein in die [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":408,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[41,4],"tags":[43,59,21,22,16,60],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401"}],"collection":[{"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=401"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":424,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/401\/revisions\/424"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/408"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=401"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=401"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/shiva-basar.de\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=401"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}